Dachaufsicht
Grundriss
Schnitt und Ansicht Süd

Freie Waldorfschule Kleinmachnow

Jahr
2012 - 2013
Typ
Schule / Wettbewerb / 3. Preis
Bauherr
Freie Waldorfschule
BGF
1.055 qm

Für den Entwurf zur Erweiterung der Freien Waldorfschule in Kleinmachnow wurde CAMA A im März 2013 mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

Der Entwurf ergänzt die dorfähnliche Qualität des bestehenden Campus, welcher sich in die Waldlandschaft einfügt. Das neue Gebäude wird aus zwei Elementen zusammengefügt: zum einen aus den vier Waldhütten, welche mit ihren weithin sichtbaren Holzdächern den vier Klassen Identität geben und als neue Häuser im Dorf, am Rand des Waldes konzipiert sind. Zum anderen aus dem sich anschließenden flachen Gebäude, welches die vier Waldhütten miteinander verbindet. Unter dem mit Gras bewachsenem Dach sind alle weiteren dienenden Funktionen vereint.

Alle Funktionen sind auf einer Ebene untergebracht, um eine optimale und barrierefriere Beziehung zwischen den Räumen und der Landschaft zu ermöglichen. Alle Klassenzimmer haben eigene Gärten und sind an der Südseite des Grundstücks angeordnet, um die natürliche Beleuchtung zu optimieren. Der Haupteingang befindet sich an der Nordseite und orientiert sich zum bestehenden Kern des Schulcampus. 

Die Eingangsklasse (Waldklasse) mit zugehörigen Nebenräumen ist im Gebäude integriert, bildet aber gleichzeitig ein eigenes Haus im Dorf. Dieses Haus ist am weitesten vom Dorfanger entfernt und an zwei Seiten von Gärten und Wald umgeben. Die Waldklasse ist vom Foyer zugänglich und hat auch ihren eigenen abgeschirmten Eingangsbereich, der von der öffentlichen Straße aus zugänglich ist.

Der Haupteingang, Foyer und Erschließung sind als eine Erweiterung der außenliegenden Landschaft konzipiert. Der Boden dieser Innenlandschaft ist leicht geneigt, um die Außenlandschaft widerzuspiegeln und um Höhenversprünge zwischen Innenräumen und Gärten zu vermeiden. Baumartige Stützen trennen das Foyer von der umlaufenden Erschließung und nehmen Bezug zum umgebenden Wald. Das Dach bildet eine zweite grüne Landschaftsebene. Die runden Oberlichter - spielerisch auf der Dachfläche verstreut - durchfluten den Foyerbereich mit natürlichem Licht.

Die Klassenzimmer sind individuell gestaltet und öffnen sich an einer Seite zu den Gärten. Die Trennwände reichen in die Landschaft hinaus, um die Gärten voneinander abzuschirmen und den Raum mit seinem Garten zu verbinden. Zusätzliche natürliche Beleuchtung und Lüftung werden im hinteren Teil des Raums mit dem Oberlicht gewährleistet. Die Garderoben sind zwischen den Klassenzimmern angeordnet und sind gleichzeitig vom Foyer, Klassenzimmer und Garten zugänglich. Die traditionell geneigten Dächer der Klassenzimmer betonen mit ihren archaischen Formen den Hüttencharakter des Dorfes.